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Vollmer Getränkehandlung


von Jochen Bär

Heute will ich den Bau der Vollmer Getränkehandlung vorstellen.

Das Gebäude sollte wieder eine eigene Note erhalten und somit etwas Besonderes werden. Zunächst will ich sagen, daß es als ein Geschenk geplant wurde. Auf Anfrage was sich derjenige wünscht,wurde mir mitgeteilt, daß das Bauwerk folgende Kriterien erfüllen sollte:
Es sollte nach Möglichkeit eine Weinhandlung sein
Es sollte zu Epoche III/IV passen
Ein Tante Emma Laden sollte dazugehören
Letzteres konnte nicht verwirklicht werden, da ich auch noch einige Sachen dazu beisteuern wollte. Mir war wichtig,daß:

Das Haus einzelne Zimmer bekommt und jedes eine eigene Beleuchtung
Mindestens zwei Zimmer eingerichtet sind.
So fiel die Wahl auf die Getränkehandlung. Die Gründe:

Große Fenster im Untergeschoß, damit viel von der Einrichtung zu sehen ist.
Ein kleines Lokal war schon vorhanden.
Lagerschuppen für Weinfässer und Weinkisten
Ein Bier-/Weingarten könnte noch angebaut werden.
Die Fassade war groß genug um
ein Fachwerk aus Balsaholz selbst zu bauen.

Zuerst machte ich mir einen groben Überblick über die Fassadenteile. Siehe Bilder



Die Farben waren wie immer nicht überzeugend. Ich hatte damit begonnen, alle Fensterrahmen außen dunkelbraun zu streichen. Im oberen Teil des Gebäudes mussten Diese einzeln angeklebt werden, während sie im unteren Teil nur nachgemalt wurden. Die Fensterbänke wurden hellgrau.siehe Bild 3

Die weißen Striche sind die Fensterbänke bei einen unteren Gebäudeteil.
Die roten Striche sind die Fensterrahmen.

So wurde erst einmal alles bemalt. Als nächstes wurden die herausstehenden Trägerbalken für die Decke zwischen Erdgeschoss und 1ten Stock ebenfalls dunkelbraun bemalt. Siehe Bild 3 die roten Striche.

Danach wurde an allen Unterteilen die grau waren, an den Ecken der Mörtel für die Steine nachgebildet, ebenso an allen Sockelumrandungen. Teilweise fehlte der Putz, diese Stellen wurden ebenfalls mit Mörtelfarbe leicht sichtbar gemacht. Danach wurden die Steine einzeln mit roter Farbe angemalt, sowohl an den Hausecken als auch am Sockel. Siehe Bild 3 die gelben Striche für den sichtbaren Mörtel, und die grünen Striche.

Zum Schluß wurden alle Steine mit einem fast trockenen Schablonierpinsel, der mit weißer Farbe benetzt war, kurz überstrichen damit sich die Konturen verschärften.

Am oberen Gebäudeteil, welches teilweise mit Fachwerk war, wurde die weiße Außenputzfarbe mit grau beschmutzt.siehe Bild 4 unten

Zeitaufwand für den Bau des Gebäudes bis hier hin ca. 2 Tage ohne Lagerschuppen.

Verwendete Farben:

Fensterrahmen: Revell dunkelbraun Nr. 84
Fensterbänke: Revell hellgrau Nr. 89
Mörtel: Revell grau Nr. 75
Eck und Sockelsteine: Revell Ziegelrot Nr. 37
Revell weiß Nr. 5 zum Kantenhervorheben an oben genannten


Nachdem wie oben beschrieben die beiden hohen Fassadenteile, sowie die dem Lagerschuppen gegenüberliegende Hauswand fertig gestellt waren, konnte mit dem Fachwerk begonnen werden. Klar dürfte sein, daß es sich nur um ein einfaches Fachwerk handelte, da eine Verzierung die absolut identisch ist, mit einfachen Mitteln nicht gelingen würde. So wurden aus 2mm Balsaholz zuerst die drei großen Stockwerksbalken eingezogen. Balsaholz ist bekanntlich ein sehr weiches Holz und somit gut mit dem Bastelmesser zu bearbeiten. Die zwei unteren langen Deckenbalken haben die Maße 2x2 mm der letzte oben 3x2mm. siehe Bild 5

Die grünen Striche zeigen die 3 Dechenbalken.

Bleiben wir zuerst bei den zwei unteren Balken. Nachdem diese zugeschnitten, lackiert und angeklebt wurden, wurden die Fenster mit den stehenden Balken eingerahmt. Hier mußte im Bereich der Fensterbänke eine Aussparung eingearbeitet werden. Die Vorsprünge, welche sich an beiden Hauswänden befanden,blieben vorerst unbearbeitet, da hier verschiedene Teile aus dem Bausatz erst angepasst werden mussten. Siehe Bild 5 die roten Striche

Bevor ich nun das Fachwerk weiter baute, habe ich erst den Orginalen Abschlußrahmen angepasst. Dieser passte durch den zweiten Deckenbalken nicht mehr. Nachdem diese erste Hürde genommen war, wurde der Abschlußrahmen fest angebracht. Danach wurde der dritte Deckenbalken ausgemessen und festgeklebt. Nun konnten auch im vierten Stock die senkrechten Balken angebracht werden. Da die Fenster im dritten Stockwerk in der Höhe und Breite wesentlich kleiner sind, wurde im zweiten Stock unter den Fensterbänken ein zusätzlicher Stützbalken eingezogen. In der Mitte wurde dieser nochmals abgestützt. siehe Bild 6

Das Bild zeigt beide Hausteile. Beim linken Hausteil ist das Dach schon angepasst worden und mit roter Ziegelfarbe Nr. 37 gestrichen. Die angebrachten Balken sind durchgängig wie man am rechten Hausteil sieht.

Nun wurden die Dächer und der Fußböden der Zimmervorsprünge fertig gestellt bzw. mit dem Bastelmesser zugeschnitten. Während auf der einen Seite lediglich zwei Aussparungen am Dach angebracht werden mußten, wurde auf der anderen Seite nur der untere Teil des Daches verwendet. Dies ergab sich aus der Lage des Vorbaus. Eine Anpassung des Daches wollte ich nicht riskieren, da bei einem eventuellen Verschnitt kein Dach mehr vorhanden gewesen wäre. Dadurch, dass das Dach abgeschnitten wurde, entstand ein Hohlraum zwischen Zimmerdecke und dem Fachwerkbalken. Dieser Hohlraum wurde mit einem Polystyrolstück 1,5 mm stark geschlossen. siehe Bild 7 und 8


Bild 7 zeigt die Fußböden die einzeln angeklebt werden mußten. Der linke ist schon mit Nr. 84 bemalt.

Das waren die Arbeiten an den beiden hohen Gebäudeteilen. Fehlten noch die langen Seiten. Da ich das Erdgeschoß vergrößern wollte, wurde erst mal nur eine Seite fertiggestellt, und zwar Die, welche dem Lagerschuppen gegenüber lag. Der untere Teil der langen Seite war schon wie oben beschrieben farblich behandelt worden. Fehlte auch hier nur noch das Fachwerk im oberen Teil. Auch hier wurde vor dem Beginn mit dem Fachwerk die Fensterrahmen eingesetzt.Der untere und obere Balken wurde wieder aus 2 x 2mm Balsaholz hergestellt. Danach das Fachwerk für die 2 und 3 Fachwerkfenster. Wieder wurden die Fenster eingerahmt, ein Stützbalken unter dem Fensterbrett angebracht und Dieser einmal bzw. zweimal angestützt. Zum Schluß noch ein Stützbalken unter dem kleinen schrägen Doppelfenster. Diese Balken sind alle 1 x 2 mm Balsaholz. An den Ecken wurden, wie auch bei den anderen zwei Gebäudeteilen, zwei breitere Balken angebracht und diese im 45 Grad Winkel zugeschnitten. Wie schon oben beschrieben wurde das Holz mit Revell dunkelbraun Nr. 84 gestrichen.

Jetzt wurden die inneren Fensterrahmen und die dazugehörigen Fenstergläser angebracht. siehe Bild


Der obere Gebäudeteil ist der oben Beschriebene, Die Balken oben und unten sowie links und rechts sind auf dem Bild noch nicht im 45 Grad Winkel zugeschnitten, deshalb wirken sie zu breit und zu lang.

Wer den Bausatz nachbauen möchte, sollte jetzt am Ende der zweiten Seite der Aufbaubeschreibung angekommen sein, mit zwei Ausnahmen:

Die Hauswand unter B beschrieben ist noch nicht aufgebaut. Die Dächer und Fußböden unter den Fassadenvorsprüngen sind schon angebracht.

Zeitaufwand bis hier her, ca. 1 1/2 Wochen.

Bevor mit dem Zusammenbau begonnen wurde, habe ich zuerst alle Gebäudeteile innen schwarz angemalt. Dies soll ein durchleuchten der Wände später beim Beleuchten verhindern.

Wichtig:

Es darf keine Farbe an die Klebeflächen kommen, da der Plastikkleber die Farbe anlöst und (bei Emailfarben) dann das Klebeergebnis zu wünschen übrig läßt. Ist der Kleber getrocknet, müssen diese Stellen nachbehandelt werden.


Nun kann der Aufbau beginnen. Zunächst werden nur die drei beschriebenen Teile mit der Grundplatte bzw. miteinander verklebt. Ich habe damit begonnen zuerst die schmale Seite mit dem Eingang, und die fertige lange Seite zu verkleben. Mehrere Spannzangen sind hier sehr hilfreich. Danach wird die zweite schmale Seite verklebt. Bevor ich die vierte und letzte Hauswand anbrachte, war der Innenausbau dran.

Innenausbau Untergeschoß:

Als erstes wurde eine Bodenplatte angefertigt. Die Innenwände wurden dann zugeschnitten und gegen die Fenster gedrückt, so entstand ein Abdruck und ich konnte relativ einfach die Fenster mit dem Bastelmesser ausschneiden. Wenn man sich Zeit läßt, und genau schneidet, kann man zu Schluß die Innenwände auf die etwas in den Raum hineinstehenden Fensterscheiben drücken, und die Wand ist fixiert. Die zwei kurzen Wände wurden genauso angefertigt. Eigentlich war angedacht, den unteren Raum zu vergrößern, aber dadurch wurde der Platz knapp, weil eine Vergrößerung weitere Gebäudeteile mit Fenstern beinhaltete. So hätte ich wenig Stellfläche für die Waren gehabt.Deshalb wurde der Plan abgeändert und eine lange Wand eingezogen. Das ganze im Bild.


Bild 9 zeigt das angefertigte Innenteil. Die roten Striche sind identisch mit den Fenstern des Bausatzes, der grüne Strich zeigt die neue Innenwand mit nur einer Tür als Durchgang zum Weinlager.

Als nächstes wurde die Decke angefertigt. Diese hat ein Fachwerk. Bild 9 ganz rechts zeigt den Rohbau der Decke mit dem Fachwerk noch unlackiert. Das Fachwerk wurde aus drei Gründen gebaut.
Grund 1: Die Decke sollte abnehmbar sein um Beleuchtungskörper zu wechseln. Aus diesem Grund wurden die Holzbalken so angebracht, dass sich die Deckenplatte beim Aufsetzen verspannt, sodass die Decke einen festen Sitz erhalten hatte.
Grund 2: Eine einfache Platte aus Balsaholz wäre nicht für den weiteren Aufbau stabil genug gewesen.
Grund 3: Besseres Aussehen, wobei man das nur bei einem Standort am Anlagenrand sehen würde.

In der Mitte von Bild 9 ist die Bodenplatte zu sehen und die Verkaufstheke, profisorisch aufgestellt. Bodenplatte und Decke wurden mit Revell Nr 83 lakiert. Die Fachwerkbalken der Decke, welche aus langen Streichhölzern zugeschnitten wurden, hatte ich mit Revell 84 gestrichen. Die Seitenwände mit Revell Nr 85.

Beginnen wir den Verkaufsraum einzurichten.

Aus Balsaholz wurde ein Regal gebaut. In Diesem sollen die verschiedenen Weinsorten angeboten werden. Bild 10 zeigt das fertige Weinregal. Die Weinkisten sowie die einzelen Flaschen stammen aus dem Preisersortiment 17105.


Bild 11 zeigt das Größenverhältnis zwischen einem Streichholz und einer Flasche.


Weiter geht es mit der Verkaufstheke, Diese wurde aus dem Fallerbausatz 180545 hergestellt, und zusätzlich mit Balsaholz verfeinert. Nachdem sie Weiss lackiert worden war, wurden noch einzelne Flaschen und ein kleines Bierfaß angebracht. Siehe Bild

Die Flaschen stammen aus Busch Getränkekisten Set 1134.

Ein weiterer Tisch mit "besonderen" Getränken wurde angefertigt. Siehe Bild 13


Zum Schluß wurden Europaletten, weitere Fässer und verschiedene Getränkekisten im Verkaufsraum platziert. Siehe Bild 14

Damit ist der Innenausbau bis auf die Treppe zum Obergeschoß abgeschlossen.

Bauanleitung Treppe:

Zunächst wurden aus 2mm Balsaholz 4mm breite Streifen geschnitten. Siehe Bild Nr.15


Nun muß man überlegen, wie breit die Treppe werden soll. Ich wollte eine Treppe mit Absatz bauen. Damit die Treppe nicht zu breit wurde, hatte ich mich für eine Stufenbreite von 0,5cm entschieden. Mein Tipp:

Die Stufen breiter schneiden als gewünscht, Stufen übereinander kleben, und zum Schluß erst, die eigentlichte Breite der Stufe zuschneiden. So bekommt man eine gerade Schnittkante.

Also habe ich aus den 2mm Balsaholzstreifen lauter 1cm lange Teilstücke abgeschnitten. Dies Streifen wurden dann übereinander geklebt. siehe Bild 16 roter Kreis


Das Ganze ist sehr instabil bitte vorsichtig arbeiten. Danach wird jeweils links und rechts der Stufen, sowie unter den Stufen ein Balsaholzstreifen angebracht. Durch das Anbringen dieser Versteifungen wurde die Treppe "sehr stabil". Siehe Bild 16 grüner Kreis und Bild 17


Das Treppengeländer Teil 1

Dieses sollte aus Blumendraht entstehen. Leider scheiterte dieser Versuch. Der Blumendraht wurde mit Schmiergelpapier von seiner Farbe befreit. Danach wurde er breit geschlagen. Dies sollte nun der Handlauf werden. Als nächstes hatte ich versucht die Stützen aus dem gleichen, allerdings runden Material anzulöten. Dazu hatte ich eine Zeichung angefertigt. Die Treppe wurde einfach 1 : 1 auf Papier übertragen. Siehe Bild 18


Dieser Versuch scheiterte daran, dass ich Handlauf und Stützen nicht gleichzeitig auf die benötigte Temperatur brachte. So dachte ich, ich könne als Stützen 0,4 mm Kupferdraht verwenden. Dazu verdrillte ich zwei Drähte, verzinnte sie, und lötete sie an. Dies hatte auch einigermaßen funktioniert, doch beim anlöten weiterer Stützen erwärmten sich die Lötstellen so stark, dass sich die ersten Stützen wieder lösten. Auch beim Eindrücken in das Holz lösten sich immer wieder die Lötstellen. Bild 19 zeigt einen fertiges Geländerstück vor dem Eindrücken. Nach mehreren Versuchen, und mehrmaligem anlöten der "Stangen" gab ich auf. Auch wurde die Treppe beschädigt bei diesen Versuchen. Um ein vollständiges zerstören zu vermeiden, wurde die Treppe repariert. Eine neue Lösung mußte her.



Das Treppengeländer Teil 2:

Die Handlaufstützen aus Balsaholz. Da die Treppe später im Verkaufsraum ist, und nur durch die Fenster zu sehen ist, muss man nicht auf Maßstabstreue und hundertprozentige Genauigkeit achten, ganz im Gegenteil um wenigstens etwas erkennen zu können darf es ruhig etwas gröber sein. Die Stützen entstanden aus 2mm x 2mm Balsaholz. Der Handlauf aus 2mm x 1mm Balsaholz. Wie bekommt man nun den Winkel für die Stützen zugeschnitten? Hierzu diente die Skizze, welche schon für den ersten Versuch angefertigt wurde, den Vierkant aufgelegt und mit dem Messer der schrägen Linie nach abgeschnitten. siehe Bild 20


Nachdem dies alles geschafft war, sah die Treppe im unlackiertem Zustand so aus.




Die Treppe bekam die gleiche Farbe wie der Boden das Geländer wurde in Wandfarbe lakiert. Nach dem Trocknen wurde die Treppe eingeklebt. Und so sah es dann aus: Ich fand gerade noch genug Platz für ein paar neugierige Preiserlein. Jetzt müßte noch ein Deckendurchbruch geschaffen werden. Siehe Bild


Beleuchtung des Verkaufsraumes:

Es war an der Zeit sich um die Beleuchtung zu kümmern. Mein Freund, für den ich dieses Haus bastelte, arbeitet mit einer eigenen Steuerung für die Beleuchtung. Led SMD`S waren daher die Vorgabe. Um das Regal anzuleuten hatte ich drei Beleuchtungskörper vorgesehen. Deshalb brachte ich nachträglich an der Decke drei Hölzer an, die schräg angeschnitten waren. Die Schräge zeigt im eingebauten Zustand der Decke zum Regal. An jedem Holz wird ein Beleuchtungskörper angebracht. Außerdem noch zwei Beleuchtungskörper in der Mitte des Raumes. Alle Kabel dafür werden nach oben aus der Decke geführt, und dann zwischen den zwei Wänden nach unten. Damit die Kabel nicht gequetscht werden, wurde auf der Decke ebenfalls aus langen Streichhölzern ein Rahmen geklebt. Eine zweite Deckenplatte zugeschnitten und ebenfalls links und rechts zwei Streichhölzer angeklebt, sodass die zweite Decke ebenfalls fixiert war. Siehe Bild


Aufbau der fehlenden Hauswände:

Vorbereitung der Gebäudeteile für den Lagerschuppen. Die Wände sind aus einzelnen Mauersteinen, für den gesamten Lagerschuppen. Der Untere Sockel ist identisch mit dem Haussockel, daher gleiche Vorgehensweise bei der Farbgebung.

Bei den Wänden bin ich wie folgend vorgegangen. Zuerst alle Wände mit grauer Farbe angemalt. Dabei wurde die Farbe so dick aufgetragen, dass die Mauersteine nicht mehr zu sehen waren. Das ganze trocknen lassen. Nachdem trocknen die Farbe mit Verdünnung abgewischt. In den Fugen bleibt die Farbe zurück, während die Steine wieder sichtbar werden. Das ganze sah dann so aus wie auf Bild 26.


Nun wird ein Schablonierpinsel rote Ziegelfarbe aufgebracht. Dazu wird die Pinselspitze in die Farbe getaucht und danach auf einem Stück Küchenrolle wieder trockengetupft. Kommt fast keine Farbe mehr raus, bemalen wir so die Steine. An der Stelle an der ich begonnen hatte, war die Farbe kräftig und wurde dann immer blasser. Wiederholt man diesen Vorgang mehrmals bekommt man eine ungleichmäßige Färbung. Es sah zum Schluß auf allen Mauerteilen aus wie auf Bild 27. Danach wurden noch Fensterbänke und Fenstereinrahmungen bemalt. Nachdem alle Malerarbeiten abgeschlossen waren, wurden die Fenster und Glasscheiben angebracht.


Jetzt wurden alle Wände zusammengefügt und verklebt. Das Haus sah dann so aus.





Innenausbau 1.Stock:

Aus der oben beschriebenen zweiten Deckenplatte wird nun gleichzeitig der Fußboden. Als Bodenbelag habe ich mich hier für einen Fließenboden entschieden. Dieser wurde mit einer Exel Tabelle hergestellt. Auch hier gilt, im erstem Moment erscheinen die "Fugen" sehr groß, doch da die Fenster im 1ten Stock schon recht klein sind, wird es später nicht auffallen. Es wurde ein großes Wohnzimmer eingerichtet. Die Schränke stammen aus dem Fallerbausatz 180545 aus dem schon die Verkaufstheke stammt, ebenso Tapete, Türen, Tisch und Ofen. Verändert wurde der Tisch, der höhere Füße hatte. Diese wurden abgeschnitten, sodaß er von der Höhe zum Sitzmöbel passte. Das Sitzmöbel bekam an der Unterseite einen braunen Anstrich. Der Ofen wurde in schwarz gestrichen, das Ofenrohr silber. Nachdem eine Stellprobe durchgeführt wurde, hatte ich den Wandverlauf angepasst. Die Wände entstanden aus 2mm Balsaholz. Damit das ganze etwas Stabil wird, wurden die Wände mit einfachen Streichhölzern versteift und eine zweite Wand dagegengeklebt. siehe Bild 31


Für die Decke wurde vorerst eine Platte aus Balsaholz zu groß zugeschnitten. Der Verlauf der Wände wurde dann auf diese Platte übertragen. Dann wurden auch hier Streichhölzer angeklebt, sodass die Platte beim Aufsetzten leicht verklemmt und somit fixiert ist. Der genaue Größenzuschnitt mußte mit dem Dach erfolgen, da ich jetzt schon im Bereich der Dachschräge angelangt war. Dazu wurden die zwei Dachhälften provisorisch aufgesetzt. Nun mußte der Rest des Stockwerks eine Tapete erhalten. Diese wurde schlicht in weiß gehalten. Hierzu wurden die Innenwände die ich anfangs schwarz gefärbt hatte wieder mit weiß überstrichen. Dieser Anstrich musste zweimal durchgeführt werden. Nachdem alles gepasst war, und das Mobilar befestigt war, konnte ich weiter am Bausatz arbeiten.
Der Gastbereich:

Über der Lagerhalle, praktisch in der Mitte des Bausatzes hat Vollmer einen Bereich vorgesehen, indem zwei Tische samt Stühlen aufgebaut sind. Ich nenne ihn den Gastbereich für Weinproben z.B. . Die Wände und Fenster wurden wie in der Bauanleitung beschrieben zusammengesetzt, und mit dem Boden am Bausatz angebracht. Das hier vorgesehene Fachwerk, welches dem Bausatz mitgeliefert wurde, hatte ich zuvor mit Revell Nr 85 gestrichen. Somit hatte das Fachwerk von mir und das Orginal die gleiche Färbung. Leider mußte ich feststellen, daß das Dach, um einen festen Sitz zu gewährleisten, verklebt werden mußte, und ein Fachwerkbalken der von mir angebracht worden war, störte. Dieser musste Teilweise wieder entfernt werden. Siehe Bild 33 und 34




Die Lampenträger:

Weil das Dach verklebt werden mußte, brauchte der Raum einen Lampenträger der ein eventuelles Wechseln der SMD´s ermöglicht. Diese wurde aus Balsaholz angefertigt. An der Unterseite wurden zwei L Streifen angebracht, sodass man später eine Platte ein- und ausschieben kann. Hier wurden die Lampen angebracht. Das gleiche Prinzip wurde im Raum darunter angewandt. Siehe Bilder 35 und 36



Raum unter dem Gastbereich:

Zuerst wurden die dem Bausatz beiliegende Lichtmaske angebracht. Danach der Lampenträger angebracht. Beides war nicht einfach, da sehr wenig Platz zum Arbeiten vorhanden war.


Empfehlung:

Der Lampenträger unten hatte sich im zusammengeklebten Zustand wegen des geringen Platzes nur schwer kleben lassen. Wer es nachbauen möchte, kann diese Arbeit vor dem Einbau erledigen. Der Aufbau ist oben gut gezeigt, denke ich.

Gastbereich innen:

Zuerst wurden die Tische mit der zugehörigen Papiermaske an den dafür vorgesehenen Stellen angebracht. Dann habe ich jedem Gast ein Getränk spendiert, (übrige einzelne Flaschen auf dem Tisch befestigt). Danach die Gäste auf den Stühlen plaziert und diese dann angeklebt. Desweiteren wurde die Papiermaske für die oberen Fenster eingeklebt. Nun wurde die Decke für den Gastbereich verklebt. Danach wurden die Lichtmasken an den Enden der beiden Räume aus schwarzem Papier angefertigt, und eingebaut.

Bevor das Dach nun angeklebt wurde, habe ich die Dachrinne mit Kupferfarbe angemalt und festgeklebt. Nach dem die Dachrinne fest verklebt war, wurde das Dach endgültig festgeklebt. Dies war Erwartungsgemäß nicht einfach, da keine vernünftigen Fixierpunkte vorgegeben waren. Leider! Vielmehr war es so, dass alle Dächer des Lagers und des Gastbereiches verklebt werden sollen, laut Bauanleitung, da Vollmer die Beleuchtung von unten vorgesehen hatte. Ich habe hingegen nur diese 3 Dachteile verklebt. So kann ich immernoch im Lagerschuppen die Led SMD Beleuchtung einbauen. siehe Bild 37.


Wichtig für das Anbringen der Papiermasken:

Die Papiermaske darf nicht fest verklebt werden, zumindest nicht an allen Seiten, damit der Lampenträger zugänglich bleibt, und zwar bei beiden Räumen.

Lagerhalle:

Hier gab es nur Weniges was verändert werden musste. Auch hier gab es große Fenster. Eine Lichtmaske vom Hersteller Fehlanzeige. Wurde auch in diesem Fall nicht benötigt. Es wurden mehrere Paletten, Fässer und Getränkekisten dort angebracht. Desweiteren mußte eine Auflagestütze für die Decke angeklebt werden. Am Glasdach außen wurden zwei Led SMD angebracht. Die Eine direkt über der Türe die Andere ein Stück weiter nach rechts, Diese leuchtet in den Hof. Die Kabel wurden durch feine Aussparungen an der Wand nach innen geführt. Ein Stück Balsaholz wurde als Deckenplatte zurecht geschnitten und lose aufgelegt. Nun wurden die Dächer geklebt. Das gesamte Dach setzte sich aus drei Einzelteilen zusammen. Zwei der Teile wurden fest mit dem Bausatz verklebt. Das größe Dachteil wurde jedoch nicht mit Plastikkleber angeklebt.

Hier wurde an den Klebestellen doppelseitiges Klebeband verwendet, damit man später an die Beleuchtung gelangen könnte. Das Vordach über dem Lagerhalleneingang wurde auch nur mit doppelseitigem Klebeband befestigt.

3ter Stock:

Als Bodenbelag wurde ein Stück Papier in gewünschter Farbe als Teppichboden aufgeklebt. Die Fenster sind in diesem Stockwerk schon recht klein. Deshalb hatte ich mich dafür entschieden, nur ein großes Möbelstück zu platzieren. Als Möbel bot sich ein Himmelbett aus dem Fallerbausatz 180545 an. Dieses wurde mitten im Raum platziert, so war es durch alle Fenster sichtbar. Wenn der neue Besitzer es möchte, können noch Figuren dort platziert werden.

4ter Stock

Die Fenster im vierten Stock waren so klein, dass der Aufwand einen Raum zu gestalten sich nicht gelohnt hätte. Deshalb wurden hier nur die Lichtmasken aus dem Bausatz verwendet.
Als kleine Zugabe wurden dann noch 2 Lagerarbeiter und der Firmenchef auf der Laderampe angebracht. Nun war das Haus bis auf die Beleuchtung fertig.


Zum Schluß:

Die Beleuchtung wurde von mir
nicht eingebaut, somit kann ich hier keine Bilder liefern. Aus diesem Grund habe ich versucht alles doppelt zu Sichern. Alle Kanten wurden wenn zugänglich mit Papier überklebt, z.B die Ecken der Fassadenteile. Ich denke aber, dass der Besitzer des Hauses noch ein paar Bilder hier im Forum einstellen wird.

Warum das?: Ich habe nicht die technischen Voraussetzungen um solch kleine Gegenstände zu löten. Außerdem müßte ich einen Vorwiderstand an jede "Lampe" anbringen, wenn ich einen Test durchführen wollte, den der Besitzer wieder entfernen muß, weil er bei seinem Steuerungssystem nicht gebraucht wird.

Zeitaufwand:

Am Anfang des Berichtes habe ich noch ungefähre Angaben geliefert für den Zeitaufwand. Nun da ich Schicht arbeite, und auch alles erst ausgedacht und ausprobiert werden mußte, (ich sag nur Treppengeländer) ist das sehr schwierig zu bestimmen. Die meiste Zeit dauerte das Lackieren der Teile, sowie das Trocknen. Viele Kleinarbeiten habe ich so nebenher erledigt. Insgesamt habe ich täglich daran gearbeitet und etwas mehr als 2 Monate dazu benötigt.

Materialaufwand:

Es handelt sich um ein Geschenk, deshalb mache ich hier keine näheren Angaben dazu.

Ausbau:

Ist geplant. Könnte mir vorstellen nächstes Jahr eine weitere Ausbaustufe hier vorzustellen. elle hergestellt. Auch hier gilt, im erstem Moment
Meinungen, Fragen und Diskussionen bitte in dieses Unterforum stellen, oder direkt an mich unter www.mobabaer@gmx.de




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