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Bau eines Wasserturms. Faller Artikelnummer 120166

Autor : Jochen Bär

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Berichtende

Hier möchte ich heute mal einen kleinen Bericht über den Bau eines Wasserturm zeigen. Weitere Berichte, die alle Gebäude welche früher häufig im Bahnbetriebswerk standen, sollen folgen. Es soll gezeigt werden, wie Gebäude sich schon beim Bau verändern und sich vom Modell im Katalog stark abwandeln, obwohl es sich um den gleichen Bausatz handelt. Geplant ist z.B. auch einen Kran zu motorisieren. Ziel ist auch, auf hoch technische Mittel und Werkzeuge zu verzichten, der Bau sollte ohne großen Material und Finanzaufwand realisierbar sein, zum einen ist es auch ohne Diese ein kostspieliges Hobby zum anderen kann auch nicht jeder solche Mittel bedienen. Gründe dafür können unterschiedlich sein . Derzeit plane ich einen Anlagenteil zu schaffen, der eine kleine Lokstation darstellt. Es ist zwar eine Drehscheibe vorhanden, doch sind die goldenen Tage der Eisenbahn vorbei. Teile des Lokschuppens wurden auf meiner Anlage an die Eisenbahnfreunde verkauft, die sich nun um den Erhalt der Maschinen kümmern. Folgende Teile sind zur Verwendung vorgesehen: (Teilweise wurden die Gebäude in einem Auktionshaus ersteigert) Eine FLM Drehscheibe 6152 Ein FLM Lokschuppen, schon zusammengebaut, jedoch nicht gealtert (in meinen Augen eine Sünde, wenn man bedenkt wie alt das Gebäude ist) Ein Sandturm zur Besandung von Dampflokomotiven Faller B-120138 Ein Portalkran zur Bekohlung der Dampflokomotiven und zum Reinigen der Schlackegrube Faller B-120162 Entschlackungsgrube Faller B 120136 Ein Kompressorenhaus Faller B 120139 ebenfalls schon aufgebaut und nicht gealtert Ein Wasserturm Bielefeld Faller B-120166 Der Zusammenbau dieses Wasserturms soll hier in Wort und Bild dargestellt werden. Der erste Arbeitsschritt ist bei mir das Altern des Gebäudes. Leider haben alle Bausätze, gleich welcher Firma, den Nachteil, daß das Plastik unnatürlich glänzt, zumal der Wasserturm im Bereich des Bahnbetriebswerks steht und durch die Dampfloks viel Schmutz in Form von Abgasen und Kohlestaub zu ihrer Glanzzeit angefallen ist. Also muß das Gebäude von neu auf alt getrimmt werden, man nennt es auch patinieren. Hier gibt es drei Unterschiedliche Methoden: Die Teile werden mit einer Airbrush Pistole gealtert. Die Teile werden mit Farbpulver gealtert und das Pulver zum Schluß mit mattem Klarlack fixiert. Oder mit der Wischmethode Da nicht jeder eine Airbrush Anlage besitzt, (ich auch nicht) und die Anschaffung auch nicht gerade billig ist, bleiben für mich nur die Anwendung der Pulver- oder Wischmethode. Ich habe mich für die Wischmethode entschieden.

Der Wasserturm besteht zum größten Teil aus gemauerten Steinen, überwiegend Ziegelbausteine. Sieht man sich nun den Spritzling an, so fällt einem auf, daß der Mörtel zwischen den Steinen die gleiche Farbe besitzt, wie die Ziegelsteine selbst. Dies ist ein unnatürlicher Zustand, der unbedingt behoben werden muß. Die weißen Fassadenteile glänzen als wären sie gestern erst verputzt worden, das gleiche gilt für die Fensterrahmen. Da in dem Wasserturm nur der untere Teil bewohnt wird (meine Anlage wird in der Epoche Ende 3 bis Ende 4 aufgebaut) und die Dampflokära schon lange zu Ende ist, wird der Wasserturm eigentlich gar nicht mehr benötigt. Also habe ich mir vorgestellt man könnte hier einen Wohnraum vortäuschen. Der mittlere Teil und der obere Teil (Kuppel) sollen dementsprechend ungepflegt aussehen. Normalerweise wird in der Fachliteratur empfohlen das Altern mit verschiedenen Grautönen zu gestalten hier jedoch werden wir auch viel schwarze Farbe verwenden, da der Ruß nun mal schwarz ist. Ich versuche, aus Kostengründen, nur Hilfssteile zu verwenden, die in jedem Haushalt vorhanden sind. Material, das nicht Haushaltsüblich ist, wird gesondert aufgelistet.

Hilfsmaterial:
Ein alter Lappen (altes Spannbettuch)
Pinsel in verschiedenen Stärken
Haushaltsgummis

Spezielle Materialen:
Faller Patina Set170697 enthält 6 verschiedene Farben, einen Pinsel und Verdünnung
Revell Farbe Nr. 75 grau matt

Tag 1

Vorgehensweise beim Altern:

Zuerst werden alle Spritzlinge angeschaut und sich ein grobes Bild anhand der Bauanleitung gemacht, wo Diese verbaut werden sollen. Wir fangen mit den großen, äußeren Fassaden-teilen an.

Schritt 1 :

Zuerst nehmen wir die Fassadenteile mit den Steinen. Diese werden Alle mit Grau bemalt, so daß die eigentlich rote Ziegelfarbe nicht mehr zu sehen ist. Es wird empfohlen ein Teil fertig zu behandeln, bevor das Nächste angefangen wird. Nachdem ein Bauteil komplett mit grau bemalt wurde, wird der Spritzling mit dem trockenen Lappen (evtl. mit Verdünnung anfeuchten) abgerieben. Da man nicht in die Zwischenräume mit dem Lappen gelangt haben wir nun den Mörtel zwischen den Steinen recht schnell und einfach sichtbar gemacht.

Schritt 2 :

Die Ziegelsteine sind nun mit einem Grauschleier überzogen. Aber es fehlt immer noch der Ruß, der sich im Laufe der Jahre abgesetzt hat. Aus diesem Grund wird nun, Der noch mit grauer Farbe benetzte Pinsel, nur mit der Spitze in die schwarze Farbe aus dem Patina Set getaucht. Das Vermischen der zwei Farben erfolgt am Besten auf Einem nicht gebrauchten Teil des Spritzlings. (siehe Bild1.1)

Schritt 3 :

Danach wird die Farbe je nach gewünschtem Farbton auf die Fassade aufgetragen. Da die Farbe fast trocken ist, muß der Pinsel regelrecht ausgedrückt werden. Dies hat den Vorteil, daß das Auftragen ungleichmäßig erfolgt. Genau dieser Effekt ist aber erwünscht, da Mutter Natur die Gebäude auch nicht gleichmäßig altern läst. Man sollte sich von oben nach unten vorarbeiten, da das Regenwasser von oben nach unten läuft und deshalb im oberen Bereich die größte Verschmutzung zu erwarten ist.

Schritt 4 :

Sollte das Ergebnis nicht zufriedenstellend sein, kann die Farbe mit einem in dem Patina Set enthaltenem Verdünner, wieder in den Ausgangszustand zurückversetzt werden. Jedoch lassen Sie sich nicht täuschen. Sie sehen nur Einzelteile und der Gesamteindruck fehlt noch, gerade wenn man sich zum ersten Mal an die Geschichte herantraut.

Schritt 5 :

Kommen wir nun zu den weißen Fassadenteilen und den Fensterrahmen. Diese habe ich ebenfalls mit grau/schwarz behandelt, jedoch ein Dunkelgrau beim Mischen angestrebt. Hier wird ebenfalls der fast trockene Pinsel auf den Fassadenteilen und Fensterrahmen ausgedrückt.

Schritt 6 :

Bleiben nur noch wenige Teile übrig Dach, die Kuppel und das Geländer für den Umlauf. Die Kuppel habe ich erst mal ganz grau gestrichen, da mir die Farbe, wie von Faller vorgesehen, nicht gefallen hat. Das Finish habe ich mir aufgehoben, wenn der Gesamteindruck des Gebäudes schon wirkt.

Schritt 7 :

Das Geländer wird ebenfalls nach dem Klebevorgang sein Farbfinish erhalten.

Für die Alterung sollte man je nach Übungsgrad 3 bis 6 Stunden veranschlagen. Danach wird Alles eine Nacht lang trocknen gelassen.

Tag 2

Schon vor dem Aufbau sollte man sich über die Beleuchtung eines jeden Modells Gedanken machen. Die meisten Bausatzhersteller sehen einen bestimmten Punkt für die Beleuchtung vor. Der Große Nachteil: Fenster in der Nähe des Beleuchtungskörpers sind hell erleuchtet, Andere nur weniger stark bis gar nicht. In den Augen der meisten Modellbahner ein absoluter Stilbruch oder ist es bei Ihnen zu Hause auch so, daß mit einen Schalter das Licht im kompletten Haus angeht? Gut, das ist beim Modell natürlich ein Kostenfaktor. Mehr Glühbirnchen bedeuten höhere Kosten für das Modell. Jedoch denke ich, für das Gesamtbild lohnen sich mehrere Beleuchtungskörper. Ich habe insgesamt 6 Beleuchtungskörper vorgesehen und zwar 2mal Faller 180677. Aber nicht nur, wieviel Lampen sondern auch die Möglichkeit eines Lampentausches bei defekt, muß beachtet werden. siehe Bilder



Im untern Teil des Gebäudes sind 3 Lampen vorgesehen, doch dazu später. Für den mittleren Teil, indem sich ,wie bei Recherchen im Internet heraus gefunden , eigentlich nur eine Treppe und Rohrleitungen befinden, 2 Lampen, und ganz oben 1 Lampe. Die Teile dürfen nicht miteinander verklebt werden. Wie schon zu Beginn geschrieben, ist der untere Teil des Gebäudes eine Wohnung oder Ähnliches. In meinem Fall der Clubraum für die Eisenbahnfreunde, Die sich um den Erhalt der letzten zwei Dampfloks auf meiner Modellbahn kümmern.

Benötigtes Material für den Zusammenbau:

Hilfsmaterial:
Haushaltsgummis
Fingernagelfeile mit unterschiedlichen Körnungen oder Faller 170689 Modellbau Sandfeilen
Uhu
Sekundenkleber

Spezielles Material:
Cuttermesser
Pinzetten, gerade und gekröpft
Spannzangen klein (im Baumarkt oder auf Moba Messen erhältlich) siehe Bild1.3
Plastikkleber (Faller 170490)
1 Bogen schwarzes Papier DIN A 4


Fangen wir an unser Modell zusammen zu bauen. Zuerst habe ich einmal Alle dem Bausatz enthaltenen Papiermasken, nach Anleitung, zusammengeklebt. Nun müssen wir, in meinem Fall, drei getrennte Räume vortäuschen. (rote Pfeile) Da alle Fenster mit Gardinen versehen sind, können wir auf Einrichtungsgegenstände verzichten. So habe ich einfach hinter der Eingangstür aus schwarzem Papier eine weitere Maske eingeklebt und einen weiteren Raum durch eine zweite Maske durch die zwei Fenster zu einem Raum vereint. (siehe Bild1.4) Maske M5 ist nun in drei Teile geteilt worden.


Hier brauchen wir uns keine Gedanken über die Zugänglichkeit für die Leuchtkörper machen weil man, wenn man das Gebäude anhebt, an alle drei Lampen sehr gut herankommt. Der Zylinderteil des Gebäudes besitzt eine Eigene, von Faller dafür vorgesehene Papiermaske. Wie schon erwähnt werden nur zwei Lampen für die gleichmäßige Ausleuchtung eingebaut. Warum nicht hier, eine Wohnung darstellen mit mehreren Räumen? Bis vor wenigen Jahren bot die Modellbahnindustrie keine Einrichtungsgegenstände an. Erst für Spurweiten größer als HO. Mittlerweile hat sich der Anspruch gewandelt und einzelne Teile werden heute schon angeboten, jedoch sind es, auch bei einem Selbstbau aus Papier, runde Wände. Aber wer will, kann dies ja trotzdem realisieren. Die Kabel werden nach oben aus der Papiermaske herausgeführt und an Einer, der Ecken, wieder nach unten. Mit Tesafilm wird das Kabel fixiert, so daß die Birnen auf unterschiedlicher Höhe hängen. Lampe 6 wird einfach auf der Papiermaske des Zylinders befestigt. Soweit die Gedanken zur Beleuchtung Näheres noch mal am Ende.


Nun können wir dem Bauplan des Gebäudes folgen. Meiner Meinung nach sind durch die Bank weg, alle Bauanleitungen der Hersteller gut und übersichtlich dargestellt und es gibt dem eigentlich wenig hinzuzufügen bis auf wenige Punkte :


Schritt 1 :

Zum Befestigen der Fensterfolie klebe ich mit Sekundenkleber Klebepunkte nur an den äußeren Ecken. Das gleiche gilt für das Einkleben in die dafür vorgesehenen Fassadenteile. Sekundenkleber hat den Vorteil, das er nicht wegläuft, würde man Plastikkleber verwenden, könnte sich beim Andrücken Kleber auf das Fensterglas verteilen. Die Folge: das Glas wird Blind. Nun, das könnte man noch mit einem Baum verdecken, aber Plastikkleber hat auch die Eigenschaft sich nach und nach gelblich zu färben (so nach 4-5 Jahren).

Schritt 2 :

Es ist peinlichst darauf zu achten, das so wenig wie möglich Kleber an die Außenseite des Gebäudes gelangt. Nach dem Trocknen glänzt der Kleber wunderbar und am ersten Tag haben wir gerade den unnatürlichen Glanz beseitigt, außerdem wird auch hier der Kleber sich im Laufe der Zeit gelblich färben. Sicher läßt es sich nicht vermeiden. Gerade bei Kleinteilen, diese Stellen müssen später noch mal mit Farbe nachbehandelt werden. Dachrinnen und deren Wasserfallrohre sind gerade zu prädestiniert für solche Klebestellen.

Schritt 3 :

Grundsätzlich gilt: Klebepunkte sind an Stellen anzubringen, die später nicht oder nur schwer einzusehen sind.

Tipp: Wer ein Haus baut, indem der Innenraum des Zimmers zu sehen ist, kommt ums "Tapezieren" nicht herum, um die Klebestellen abzudecken, sonst lohnt der Aufwand nicht.

Tag 3 und Tag 4

Diese Tage stehen im Zeichen des Aufbaus nach Bauanleitung mit der sicherlich dazugehörigen Ruhe und Geduld. Nur wenige Details gilt es zu erwähnen:

Schritt 1 :

Der Zylinderteil des Gebäudes wird nicht mit dem Unterteil verklebt um ein Lampenwechsel zu ermöglichen.

Schritt 2 :

Das gleiche gilt für die Kuppel auf dem Zylinderteil beide Teile passen gut aufeinander und fallen auch nicht beim ersten Windstoß um.

Schritt 3 :

In der Bauanleitung ist vom Kamin zur Kuppel ein Steg mit Laufgeländer vorgesehen. In meinen Augen ein absoluter Schwachsinn. Für was soll der Steg gut sein? Man könnte sagen der Kaminfeger muß irgendwie an den Kamin. Gut, das wäre ein einleuchtendes Argument, wenn dann an der Kuppel Ein- und Ausstieg zu erkennen wäre. Daß man durch den Kamin klettern muß um an die Kuppel zu kommen ist noch unwahrscheinlicher. Überhaupt fehlen in der Kuppel gleich 2 Türen. Eine um auf den Umlaufenden Balkon zu kommen und eine Tür für den Übergang von Kuppel zu Kamin. Also hab ich kurzerhand den Übergang gar nicht angebracht, dadurch kann ich die Kuppel jederzeit vom Zylinder abnehmen was bei einem eventuellen Lampenwechsel erleichtert.

Tag 5 und Tag 6

Tag 5 und 6 stehen im Zeichen des Begrünens. Nun kommen wir zu dem Teil der das Gebäude von einem "stinknormalen" Modell unterscheidet. An Tag 1 haben wir das Mauerwerk durch Farbe verändert. Schon hier hat der Turm ein ganz eigenen Stil erhalten. Eben weil jeder Modellbauer das Altern unterschiedlich gestalten wird. Auch würde ein Zweites vom gleichen Erbauer nie wieder dem Ersten 100% gleichen. Jedoch wollte ich etwas Neues versuchen und gleichzeitig das Gebäude von den anderen Bahnbauten im BW hervorheben, schließlich werden so ziemlich alle Bauten dort relativ schwarz durch den Ruß sein. Deshalb habe ich mir gedacht der Turm steht da schon lange, da er aber in der dargestellten Epoche nicht mehr gebraucht wird, wird man dies auch an der Pflege erkennen. Und die Natur holt sich alles zurück. So dachte ich mir laß den Turm doch einfach von einer Kletterpflanze bewachsen. Doch wie sollte das schön und realistisch dargestellt werden? Frühere Versuche dies mit grüner Farbe dazustellen waren nicht sehr erfolgreichgewesen , es sieht einfach nie gut aus weil der dreidimensionale Eindruck nicht da ist. Einfach nur grünes Streumaterial, wäre eine Lösung und wurde an einem alten Gebäude ausprobiert. Nun es war schon besser aber es gefiel immer noch nicht. An einem kleineren Bauwerk wie z.B. einer Garage hätte es mir schon gefallen aber nicht bei einem so imposanten Turm. In Anbetracht der Bewuchshöhe fehlte das Astwerk. Also wie kommt man zu feinem Astwerk? Zwei Möglichkeiten stehen zur Auswahl. Man geht in den Garten oder Wald und sammelt selbst oder nimmt von Noch das Naturbaum Set. Da ich keinen Garten habe und man im Winter wenig grüne, feine Äste findet habe ich mich für das Naturbaum Set von Noch entschieden. Einen Baum hatte ich vor 2 Jahren mit diesem Material bei einem Seminar hergestellt und viele fragten damals "und den Baum hast du auch selber gemacht"?(siehe Bild1.5) Und er hat sich auch gut gehalten, die Aufnahme ist eineinhalb Jahre später entstanden. Nur war mir das Laub für eine Kletterpflanze nicht fein genug. Aber gerade hier hat ja die Moba-Industrie in den letzten Jahren viel getan. Es sollte ein sattes Grün sein.


Ich erstand das Naturbaum Set und als Belaubungsmaterial Turf beim Händler meines Vertrauens. Das Set besteht aus verschiedenen, großen Natur-Ästchen sowie drei verschiedenen Laubarten und dem Kleber. Der Kleber ist in einer Pumpsprühflasche, welche wieder befüllt werden kann. Der Kleber scheint mir ein Holzleim-Wasser-Spüli Gemisch zu sein, jedoch findet man keine Angaben zur genauen Zusammensetzung. Die Herstellung des Geästes ist denkbar einfach. Man nimmt einen Baum, sprüht ihn mit dem Kleber rund herum an und beflockt ihn mit dem gewünschten Laub. Danach kann der Baum sofort auf der Anlage gepflanzt werden. Fertig. a/p>

In meinem Fall habe ich den Ast jedoch erst ca. 2 Std. trocknen lassen, da sonst beim andrücken zuviel Flockage verloren geht. Allerdings sollte man den Ast auch nicht zu lange trocknen lassen, ist der Nochkleber vollständig ausgetrocknet wird der Ast steif und läßt sich schlecht in Form biegen. Man fängt von Unten nach Oben an und arbeitet sich langsam auf die gewünschte Bewuchshöhe vor. Natürlich ist der Bewuchs im unteren Teil des Gebäudes sehr stark und dicht nach oben wird er dann dünner und lichter. siehe Bild.




Das Anbringen der Äste erfolgte durch ankleben mit Sekundenkleber. Um den Ast gegen die Fassade zu drücken, bis der Kleber angezogen hatte, benutzte ich einen Zahnstocher . Bild 2.1 zeigt einen Ast der für den "Unterbau" verwendet wurde Bild 2.2 einen Ast der darüber geklebt wurde. Deutlich zu erkennen ist, daß der zweite Ast viel dichter belaubt wurde.


Hilfsmaterial:
Sekundenkleber
Ca. 20 Zahnstocher

Spezielles Hilfsmaterial
Noch Naturbaum Set 60818
Noch Turf Bodenflock fein Unkraut 95150

Und so sieht es dann aus, nachdem der Turm, in meinen Augen fertig, begrünt ist.



Nachdem der Turm einen Tag zum Trocknen gestanden war, wenden wir uns dem Finish zu. Zuerst zum Groben der Kuppel. Am ersten Tag haben wir die Kuppel ganz grau bemalt mit Revell Nr. 75. Es ist jedoch ein sehr helles Grau. Die Kuppel ist noch viel zu hell und sauber. Ich stellte mir vor, daß die Kuppel aus mehreren Blechteilen besteht. Auf Grund es hohen Alters des Gebäudes, dürfte der Lack an so manchen Stellen ab sein. Und jeder weiss, Metall und Wasser ergibt nach kurzer Zeit Rost.Entgegen der Vorgehensweise beim patinieren , wird die Farbe Rost aus dem Faller Patina Set punktuell und unregelmäßig aufgetragen. Noch scheint der Rost ziemlich stark zu sehen doch das ändert sich beim nächsten Arbeitsgang. Wir rühren das Grau und das Schwarz zu einem dunklen Graufarbton an. Wir nehmen mit dem Pinsel Farbe auf, tauchen den Pinsel vor dem bestreichen der Kuppel in den Verdünner. Beim aufbringen der Farbe werden nun alle Farben durch den Verdünner angelöst und verschwimmen ineinander. Dies ist der gewünschte Effekt. Auch sammelt sich der Verdünner an den Kanten. Nun muß der Turm erst mal wieder trocknen, zumindest die Kuppel, und da sie abnehmbar ist, können jetzt noch kleine Stellen an denen noch Kleberreste zu sehen sind, mit etwas verdünnter Farbe nachgearbeitet werden.

Nun nach einem weiteren Tag der Trockenzeit ist der Turm nun endgültig fertiggestellt.

Zum Schluß der Beleuchtungstest. Hier sollte man denken, hätte man die wenigste Arbeit. Weit gefehlt. Gerade bei diesem Modell hatte ich große Schwierigkeiten. Fangen wir mit dem Eingang an. Hier leuchtete das Licht beim Einschalten durch die gesamte Tür, siehe Bild 3.1 ich nehme an dies kommt durch die starke Lichtbündelung infolge des kleinen Raums. Als Abhilfe wurde eine weitere schwarze Lichtmaske direkt auf den unteren Teil der Türe geklebt. Man kommt im zusammengebauten Zustand sehr schlecht ran. Auch täuscht das Foto ein bisschen. Nach meiner Meinung , ist mit dem Anbringen der Maske das Ergebnis durchaus akzeptabel. Bild 3.2


Die Beleuchtung des großem Raums ging problemlos . Man hat zwei Möglichkeiten Diesen zu beleuchten, mit einer normalen Sockellampe oder Einer der 6 Microbirnen. Ich habe mich für eine Microbirne entschieden. Auch der abgetrennte Raum wurde ganz wie erwartet ausgeleuchtet. Bild 3.3 und 3.4.


Auch der Mittelteil zeigte ein harmonisches Bild 3.5

Nur das Oberteil machte massive Probleme wie Bild 3.6 zeigt.


Wie bereits versprochen hier die Anordnung der Microlampen.


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